Botschaft Mariens vom 25. Januar 1999:
"Liebe Kinder, ich lade euch von neuem
zum Gebet ein. Ihr habt keine Entschuldigung, daß ihr mehr
arbeiten müßt, weil die Natur noch in tiefem Schlaf liegt.
Öffnet euch im Gebet. Erneuert das Gebet in euren Familien.
Setzt die Heilige Schrift an einen sichtbaren Platz in euren
Familien, lest sie, betrachtet sie und lernt, wie Gott Sein Volk
liebt. Seine Liebe zeigt sich auch in der heutigen Zeit, weil Er mich
sendet, um euch auf den Weg des Heils zu rufen. Danke daß ihr
meinem Ruf gefolgt seid."
Durch die neuerliche Einladung zum Gebet, wendet sich Maria vor
allem an Ihre ländliche Pfarre, und indem Sie die
anfänglichen Aufrufe wiederholt, als die Menschen zu den
abendlichen Messen strömten, bemerkt Sie: Jetzt habt ihr keine
Entschuldigung, daß ihr auf den Feldern arbeiten
müßt, denn die Natur hält noch einen tiefen Schlaf.
Man möchte fragen: Wären wir vom Gebet enthoben, wenn wir
mit Arbeit überhäuft sind? Im Gegenteil. Zu denselben
Männern und Frauen der Pfarre sagte Sie am 30.05.1985: Das
Gebet, liebe Kinder, sei für euch tägliche Nahrung,
besonders in diesen Tagen, wo euch die Landarbeit so ermüdet,
daß ihr nicht mit dem Herzen beten könnt. Betet, und somit
könnt ihr jede Müdigkeit überwinden. Das Gebet wird
für euch Freude und Erholung sein. Es ist klar, daß die
Madonna das nicht nur an sie sagt. Sie hat Verständnis für
unsere Mühen, schenkt uns jedoch auch die Mittel, diese zu
überwinden, um Freude sowie Ruhe zu finden.
Öffnet euch im Gebet. Das bedeutet, wenn man betet, kann man
Gott gegenüber verschlossen und nur zu unseren Gedanken
geöffnet sein, das heißt nur mit dem Munde beten und nicht
mit dem Herzen. Es ist nötig, vor dem Gebet den Heiligen Geist
anzurufen, damit Er unser Herz von unseren Gedanken leere und mit
sich fülle, um Gott begegnen zu können. Wenn zwischen uns
und Gott eine unüberwindliche Mauer zu sein scheint, ist
Beharrlichkeit in der Anrufung nötig. Dies ist ein Zeichen,
daß sich das Herz zu Ihm öffnen will. Gott will
prüfen, ob du Ihn wirklich suchst: Sieht Er, daß du das
wirklich tust, kommt Er zu dir.
Sich Gott gegenüber öffnen, bedeutet, daß man sich zu
Herzen nimmt, Seinen Willen kennen lernen zu wollen und nicht unseren
Willen, oder unsere Probleme voranzustellen, um zur Lösung zu
kommen. Er wünscht unser Herz, um es mit Seiner selbst
auszufüllen. Hinsichtlich unserer Probleme hat Er uns gesagt:
Euch aber muß es zuerst um sein Reich und um seine
Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben. (Mt
6,33), indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft, denn er kümmert
sich um euch (vgl. 1 Petr 5,7). Diese Öffnung ist nicht nur
für die Zeit des Gebetes bestimmt; diese Öffnung soll zu
Gott stattfinden, damit Er in unser Leben eintrete und es nach Seinem
Willen führe. Es stimmt tatsächlich, daß das Gebet
nach dem Gebet beginnt, indem wir in ein neues Verhältnis zu
Gott treten, in der Absicht, Seinen Willen zu tun.
Erneuert das Gebet in euren Familien: Wie oft hat Sie das wiederholt!
Die Familie rettet sich und bleibt durch das Gebet vereint, denn wenn
die Familienmitglieder mit Gott Gemeinsamkeit haben, kann keine
Unordnung herrschen. Warum sagt Sie aber: Erneuert? Das Gebet
muß neu aufleben, wenn es nicht mehr praktiziert wird; oder
vielleicht es neu gestalten, mit neuem Eifer, als das
Allerwichtigste, damit es nicht zur Gewohnheit und Routine werde. Bei
anderer Gelegenheit hat Maria gesagt, man soll es mit Hilfe und
gemäß Eingebung der Einzelnen aktiv gestalten, um
eventuell Raum einer kleinen Gewissenserforschung zu geben, einem
Gedanken aus dem Wort Gottes, einem Fürsprachegebet für die
eigenen Nöte und jener der anderen.
Und Sie wiederholt und scheint zu sagen "an Stelle des Fernsehers"
die Heilige Schrift an einen sichtbaren Platz zu setzen, sie lesen
und darin zu meditieren. Auf diese Weise ist die von der Familie
getroffene Wahl klar: Der Mensch lebt von jedem Wort, das aus Gottes
Mund kommt (vgl. Mt 4,4) und nicht von der Eitelkeit und den leeren
Vorbildern, von denen wir tagtäglich überschüttet
werden.
Somit werdet ihr lernen, wie Gott Sein Volk liebt. Das müssen
wir stets gegenwärtig haben, gegenteiligenfalls wir nicht
wissen, warum wir leben! Das ist die Wahrheit über den Menschen,
die uns das Wort Gottes enthüllt: Denn Gott hat die Welt so sehr
geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab... (Joh 3,16). Aus
den Worten der Botschaft kann man klar entnehmen, daß auf jeder
Seite der Heiligen Schrift, die man in der Familie liest, diese Liebe
eingebettet ist, auch wenn das im ersten Moment nicht so scheint; nur
die Augen des Glaubens, die vom Heiligen Geist erleuchtet sind,
können das verstehen.
Als Fortführung dieser Liebe sendet uns Gott Seine Mutter: In
der heutigen Zeit sendet Er mich, um euch auf den Weg des Heils zu
rufen. Das bedeutet, daß Gott als letzten Beweis Seiner
unendlichen Liebe, im Einklang mit der Mission Seines Sohnes, uns
Maria schickt. Kann man ein solches Geschenk aus Liebe leicht nehmen
und die Augen den Wundern gegenüber verschließen, die Ihre
Erscheinungen schon in den Herzen gewirkt haben?
Don Angelo
Botschaft Mariens vom 25. Februar 1999:
"Liebe Kinder, auch heute bin ich auf
besondere Weise mit euch, indem ich das Leiden Jesu in meinem Herzen
betrachte und lebe. Meine lieben Kinder, öffnet eure Herzen und
gebt mir all das, was in ihnen ist: Freuden, Trauer, und jeden, auch
den kleinsten Schmerz, damit ich sie Jesus darbringen kann,
sodaß Er mit Seiner unermeßlichen Liebe eure Trauer
verbrenne und in die Freude Seiner Auferstehung verwandle.
Darum rufe ich euch jetzt auf besondere Weise auf, meine lieben
Kinder, eure Herzen dem Gebet zu öffnen, damit ihr durch das
Gebet Freunde Jesu werdet. Danke daß ihr meinem Ruf gefolgt
seid."
In dieser Fastenzeit ladet uns die Madonna sanft zur Teilnahme an
der Passion Jesu ein, damit wir mit Ihm an der Herrlichkeit
teilnehmen können: Christus will ich erkennen und die Macht
seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden (Phil
3).
Sie ist mit uns bei der Meditation der Episode mit dem Kreuz, denn
aus Liebe zu uns hat Ihr Sohn für uns gelitten und unserem
Schicksal eine Wende gegeben. Auch wir sind zur Meditation der
Passion Jesu auf dem Weg zum Kreuz eingeladen. Wie fühlen wir
uns doch gewandelt nach einem Bad auf dem leidvollen Kreuzweg
Christi... Gleichzeitig ist da auch die via Matris, auf der wir die
Leiden betrachten, die die Seele Mariens wie ein Schwert durchbohrt
haben.
Die Madonna hat in Kibeho 1982 die Krone der sieben Schmerzen als
"geeigneten Ersatz für das, was man als das Übel des
Jahrhunderts bezeichnen kann: die Verneinung der Sünde und daher
das Ausbleiben der nötigen Reue für das Verzeihen Gottes".
Wir können aus Erfahrung sagen, wie sehr das wirksam ist!
Sie meditiert nicht allein, sondern lebt die Passion Jesu und unsere,
obwohl Sie sich in der Seligkeit befindet. Und bittet um die
Öffnung unserer Herzen, auf daß wir nicht beim Gedanken an
den Leiden, die >>(S. 8) >> uns erwarten, den Mut
verlieren, denen wir erliegen müßten, wenn wir nicht auf
das schauen würden, was nach dem Kreuz folgt und was Sie schon
erlebt hat: die Herrlichkeit der Auferstehung; ...daß die
Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zur
Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll (vgl. Röm
8,18).
Öffnet eure Herzen und gebt mir all das, was in ihnen ist. Gebt
mir alles: Trauer, Kummer, Unruhe vor der Zukunft, die uns innerlich
aufwühlt, eure Depressionen, euer Scheitern, eure Krankheiten,
die körperlichen Gebrechlichkeiten, als auch die kleinsten
Leiden. Warum sie "Ihr geben?"
Gebt mir: Sie weiß, daß wir der Versuchung ausgesetzt
sind, das Leiden abzulehnen, der auch Jesus unterworfen war: Vater,
nimm diesen Kelch von mir... und es folgt nichts als Stille Gottes:
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Sie weiß,
daß wir veranlagt sind, das Kreuz abzulehnen und uns von jeder
Bedrängnis erdrücken zu lassen.
Gebt mir, denn Sie weiß, daß wir letztendlich jenen
Gnadenschatz verschwenden, den die Kreuze darstellen. Diese Kreuze
werden sich in Freude verwandeln, wie die Wehen für die Frau bei
der Geburt, denn sie werden nach Annahme derselben durch Jesus zur
Freude werden, sodaß das Wort des hl. Paulus gilt: In jeder
Bedrängnis ist die Freude überreich.
Gebt mir, denn Sie ist Mittlerin aller Gnaden, wie in Kana, wo Sie
die Demütigung einer Familie in ein Fest verwandelte. Gebt mir
auch eure Freuden, denn sie können euch so leicht täuschen
und euch von der Wahrheit entfernen: Ich reinige sie und verwandle
sie zu eurem Besten.
Nun, Sie weiß, daß es uns unmöglich ist, die
Prüfung der Passion zu bestehen, weshalb Sie uns sagt: Gebt mir
alles und ich werde es Jesus darbringen. Wie ist die Miteinbeziehung
Mariens in unser Anerbieten, unsere Reinigung und Bekehrung, sowie
Erlösung für den Triumph der grenzenlosen Liebe des Herrn
Jesu Christi wichtig!
Und Jesus wird unsere Schmerzen mit Seiner grenzenlosen Liebe
verbrennen und sie in die Freude Seiner Auferstehung verwandeln.
Schon jetzt können wir sie voraus kosten und es wird die Zeit
kommen, in der wir für immer ihm ähnlich sein werden (vgl.
1 Joh 3,2).
Schlußendlich ruft uns Maria auf, die Herzen dem Gebet zu
öffnen, um Freunde Jesu zu werden. Nehmen wir diese Zeit der
Gnaden wahr, um durch ein ,wahreres' Gebet Freunde Jesu zu werden,
durch das wir lernen wie Er zu sagen: Dein Wille, nicht mein Wille
geschehe. So wird man zu Freunden Jesu. Wenn wir mit Hilfe Mariens
annehmen, in Seine Passion einzutreten, werden wir mit Jesus in die
Freude des Vaters eingehen, die uns niemand nehmen kann.
Don Angelo
Der Papst hat anläßlich der Audienz vom 20. Januar das
Antlitz des Vaters so beschrieben, wie es schon im Alten Testament
aufgezeigt ist: "... Die göttliche Vaterschaft gegenüber
Israel ist von einer starken, konstanten und barmherzigen Liebe
charakterisiert. Trotz Untreue des Volkes und der folgenden
Strafandrohungen, ist Gott offensichtlich unfähig auf Seine
Liebe zu verzichten.
Dies äußert sich durch tiefe Zärtlichkeit, auch wenn
Er gezwungen ist, sich über den mangelnden Widerhall Seiner
Kinder zu beklagen. Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn
auf meine Arme. Sie aber haben nicht erkannt, daß ich sie
heilen wollte. Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den
Ketten der Liebe. Ich war für sie wie die (Eltern), die den
Säugling an die Wangen heben. Ich neigte mich ihm zu und gab ihm
zu essen... Wie könnte ich dich preisgeben, Efraim, wie dich
aufgeben, Israel? ... Mein Herz wendet sich gegen mich, mein Mitleid
lodert auf (vgl. Hos 11,3-8; Jer 31,20).
Sogar der Vorwurf wird zum Ausdruck einer besonderen Liebe, wie das
Buch der Sprichwörter erklärt: Mein Sohn, verachte nicht
die Zucht des Herrn, widersetze dich nicht, wenn er dich
zurechtweist. Wen der Herr liebt, den züchtigt er, wie ein Vater
seinen Sohn, den er gern hat (Spr 3,11-12).
Solch eine göttliche und zur selben Zeit "menschlich"
ausgedrückte Vaterschaft, schließt in sich die
Charakteristiken einer als üblich bekannten mütterlichen
Liebe ein. Auch wenn die Stellen im Alten Testament sehr rar sind, in
denen sich Gott mit dem Bild einer Frau vergleicht, so sind sie
jedoch äußerst ausdrucksvoll. So liest man z.B. im Buch
Jesaja: Doch Zion sagt: Der Herr hat mich verlassen, Gott hat mich
vergessen. Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter
ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde,
ich vergesse dich nicht (Jes. 49,14-15). Und weiter: Wie eine Mutter
ihren Sohn tröstet, so tröste ich euch ... (vgl. Jes
66,13).
Die Haltung Gottes gegenüber Israel tut sich auch durch
mütterliche Merkmale kund, die sich durch Zärtlichkeit und
Nachgiebigkeit äußert (vgl. KKK 239). Diese Liebe, die
Gott so stark über Sein Volk ausgießt, lassen den alten
Tobit ausrufen: Bekennt euch zu ihm vor allen Völkern, ihr
Kinder Israels, denn er selbst hat uns unter die Völker
zerstreut. Verkündet dort seine erhabene Größe,
preist ihn laut vor allem, was lebt. Denn er ist unser Herr und Gott,
er ist unser Vater in alle Ewigkeit (Tob 13,3-4)".
Zur Fastenzeit: "Liebe ausüben!"
Der Herr der Heere wird auf diesem Berg für alle Völker
ein Festmahl geben... (vgl. Jes 25,6): Thema der Ermahnung des hl.
Vaters für die Fastenzeit. Um unsere ausgeschlossenen
Brüder am täglichen, wohlgedeckten Tisch und somit an den
nötigen, lebensnotwendigen Gütern teilhaben zu lassen,
wollen wir die Liebe durch Taten geistlicher und leiblicher
Barmherzigkeit verwirklichen.
"Es gibt viele ,Lazarus', die an die Tür der Gesellschaft
klopfen: Es sind all die, welche nicht an den materiellen Vorteilen
teilhaben, die der Fortschritt gebracht hat. Es gibt fortdauernde
Notsituationen, die das Gewissen des Christen nicht unberührt
lassen können und ihn pflichtbewußt zu schneller Abhilfe
aufrufen, sei es persönlich, als auch als Gemeinschaft..."
Auch die Regierungen und die internationalen Einrichtungen
müssen mutige Schritte planen, zwecks einer gerechteren
Verteilung der Güter der Erde... Maria möge durch Ihre
Anwesenheit unsere Schritte der Barmherzigkeit lenken..."
"Jugendliche, entdeckt neu die Beichte!" - Das ist der
Aufruf Johannes Paul II. in der Botschaft zum nächsten Welttag
der Jugend, den man in den Diözesen am Palmsonntag feiert.
"Jugendliche, der Vater liebt euch, um jedoch diese Liebe zu
empfangen und zu erfahren, müßt ihr die Schönheit und
den Reichtum des Sakramentes der Buße neu entdecken... Ein
eindringlicher Aufruf - erklärt weiter der Papst - denn,
verliert der moderne Mensch den Sinn für die Sünde, umso
weniger kommt er auf die Vergebung Gottes zu".
Die Freude der Vergebung - Am Aschermittwoch hat der Papst
hinzugefügt: "Die Fastenzeit ist Zeit besonderer Sorge Gottes
zur Vergebung und Nachlaß unserer Sünden: Es ist die Zeit
der Versöhnung... In der Tat findet der Mensch die Freundschaft
mit Gott nicht, bis nicht von seinen Lippen und aus seinem Herzen die
Worte kommen: Vater, ich habe gesündigt! Seine Anstrengung wird
dann bei der rettenden Begegnung wirksam, die dank Tod und
Auferstehung Christi erfolgt. Im österlichen Geheimnis, Herz der
Kirche, empfängt der Bußfertige das Geschenk der
Schuldenvergebung und der Freude der Wiedergeburt zum unsterblichen
Leben".
Eine Mission des Papstes in Amerika zur Verteidigung des Lebens und der Unterdrückten
Johannes Paul II. ist die letzte Januar-Woche nach Mexiko
gekommen, um unter dem Schlußdokument der Synode der
amerikanischen Bischöfe seine Unterschrift zu setzen, und hat
die Gelegenheit zur Verkündigung des Evangeliums des Lebens
wahrgenommen, auf dem Kontinent mit der größten Anzahl an
Katholiken. Er hat sich ein armes Volk ausgesucht, das in
Nachbarschaft zum mächtigsten Volk lebt, um auszurufen: Selig
die Armen, wehe euch ihr Reichen, Satten, und die ihr jetzt lacht. Er
hat sich den Wallfahrtsort Guadalupe ausgewählt, wohin die
Muttergottes, die "Morenita", gekommen ist, um die bedrohte Existenz
des eingeborenen Volkes zu retten und um jede Art von Angriff auf das
Leben zu verurteilen.
Der Papst ist mit Enthusiasmus empfangen worden und tausende von
Spiegeln haben sein Flugzeug mit Lichtstrahlen zum Gruß
,bombardiert', 250 Gitarristen haben Serenaden erbracht, jede Nacht
unter den Fenstern der Nuntiatur, wo er zu Gast war. Der Papst sagte
die Wahrheit über die Unterdrückung der Armen, der
ethnischen Minderheiten, der Indios und Chiapas: wahrlich eine vom
öffentlichen Schweigen erstickte Tragödie.
Das "Nie wieder" des Papstes - So haben seine "Nie wieder" im Stadion Hermanos Rodriguez widergehallt: "Es ist an der Zeit, daß vom Kontinent jegliche Art Angriff auf das Leben verbannt wird. Nie mehr Gewalt, Ausbeutung, sinnlose Todesstrafe. Nie mehr Folter, rassistische Diskriminierung, nie mehr diese untolerierbaren Übel, die zum Himmel schreien und die Christen zu einem anderen Lebensstil einladen, zu einem sozialen Engagement aufrufen, das mehr im Einklang mit ihrem Glauben ist. Wir müssen die Gewissen der Männer und Frauen mit dem Evangelium neu erwecken, um ihrer erhabenen Berufung als Kinder Gottes mehr Gewicht zu geben". Dann hat er unter dem Antlitz der Jungfrau, die das Aussehen eines Mischlings hat, "die Wünsche und Hoffnungen der eingeborenen Völker, mit ihrer Kultur und dem legitimen, berechtigten Aufstreben", dargebracht.
Im großen Azteken-Stadion, vor Vertretern aus allen Teilen der Neuen Welt, hat er diese bündigen Worte gesprochen: "Da einige Machthaber sich von Christus abgewandt haben, wohnt dieses zu Ende gehende Jahrhundert ohnmächtig dem Hungertod von Millionen von Menschen bei, trotzdem paradox sich die Produktion landwirtschaftlicher und industrieller Erzeugnisse erhöht; es (Jahrhundert AdR) verzichtet darauf, moralische Werte zu fördern, die fortwährend von Phänomenen wie Drogen, Korruption, hemmungslosen Verbrauchswahn und dem weit verbreiteten Hedonismus untergraben werden; es betrachtet ohne Gegenwehr die breiter werdende Kluft zwischen den armen und verschuldeten und den starken und reichen Völkern; es fährt fort, die innere Perversion, sowie die furchtbaren Folgen der Kultur des Todes zu ignorieren; es fördert den Umweltschutz, ignoriert jedoch, daß die tiefen Wurzeln eines jeden Angriffs auf die Natur die moralische Unordnung und die Verachtung von Mensch zu Mensch sind".
Treffen von zwei gegenübergesetzten Welten - Folglich
verläßt er Mexiko und fliegt nach St. Louis (USA), wo er
sich unter vier Augen mit Clinton trifft. Während der
Präsident im offiziellen Teil das Werk des Papstes für den
Frieden in der Welt lobt, tadelt Johannes Paul II. mit ausgewogenen
Worten vor seinem Gesprächspartner Amerika hinsichtlich der
großen Verantwortung gegenüber der Welt. Im vierten
Treffen mit dem polnischen Papst zittert der mächtigste Mann der
Erde, vielleicht infolge innerer Schuldgefühle und wegen seiner
geistlichen Unangemessenheit angesichts dieses Alten, der den
Anschein von Zerbrechlichkeit hat, jedoch hart wie Stahl ist.
Sicher wird seine Heiligkeit ihn nicht zu einer Änderung seiner
Einstellung gegenüber der Todesstrafe und des Angriffs auf den
Irak führen können, auf dem während des Treffens
Bomben fallen. Der Präsident der Globalisierung der Märkte
verabschiedet sich mit einem Lächeln, aber der Papst
schießt den Pfeil einer anderer Globalisierung ab, jenen der
Solidarität unter allen Menschen.
Die von der Begeisterung angesteckten Jugendlichen im großen
Tempel des Baseball von St. Louis, dem Kiel Center, ladet der Papst
ein, Christus in demselben Maß zu folgen, wie die ,records'
ihrer Superstar-Mannschaft. Er hat sie ermahnt, immer die Wahrheit in
einer Welt, die Licht braucht, zu sagen. "Als ihr klein wart hattet
ihr von der Finsternis Angst. Heute gibt es eine andere Art
Dunkelheit in der Welt, vor der ihr euch ängstigen sollt: die
Dunkelheit des Zweifels und der Unsicherheit, der Gewalt und
Gleichgültigkeit, des sexuellen Mißbrauchs und der
Rauschgifte, die Körper, Geist und Herz vernichten. Es gibt hier
etwas schrecklich Falsches, wenn so viele Jugendliche von der
Verzweiflung bis zum Selbstmord überrumpelt werden.
In einigen Staaten dieser Nation sind Gesetze angenommen worden, die
den Ärzten die Möglichkeit geben, das Leben zu beenden,
während sie hingegen durch Eid zur Lebenserhaltung verpflichtet
wären. Gottes Geschenk des Lebens wird abgewiesen! Es wird der
Tod dem Leben vorgezogen... Hört nicht auf diejenigen, die euch
zur Lüge drängen, euch der Verantwortung zu entziehen,
allem voran an euch zu denken. Hört nicht auf die, die euch
sagen, die Keuschheit ist ,passè': in euren Herzen wißt
ihr, daß die wahre Liebe ein Geschenk Gottes ist und beachtet
den Plan für eine dauerhafte Vereinigung des Mannes mit der Frau
im Ehebund. Laßt euch nicht durch falsche Werte vom Weg
ableiten und von trügerischen Slogans hinsichtlich eurer
Freiheit. Die wahre Freiheit ist ein wundervolles Geschenk Gottes und
war ein wertvoller Teil der Geschichte eures Landes".
Die Geste mit der der Papst seinen Stock handhabt, indem er einen
Hockey-Spieler nachahmt, zeigt wieder einmal die Fähigkeit des
Papstes sich mit den Jugendlichen spontan im Einklang zu bringen. So
hat er auch das Geschenk eines echten Hockey-Schlägers und das
Shirt der hiesigen Mannschaft mit der Nr. 1 mit dem Aufdruck "John
Paul II." entgegengenommen.
Während der hl. Messe im großen, überdachten
Stadion von St. Louis hat der Papst an die USA eine
ausdrückliche Einladung gerichtet, damit sie eine Kehrtwendung
hinsichtlich der Achtung vor dem Leben und den wahren, moralischen
Wahrheiten machen. Den Katholiken hat er offen das gesagt, was die
Mitglieder der Kirche nicht zulassen können: "Welche
Gläubige können nicht verstehen, daß Abtreibung,
Euthanasie, begleiteter Selbstmord, eine schreckliche Ablehnung des
Geschenkes ist, das Gott durch das Leben und die Liebe uns macht?" Es
ist gut aus einer eben abgeschlossenen Statistik zu wissen, daß
in Missouri 86% der Katholiken, die vorwiegend die Mehrheit
darstellen, glauben, man könne auch ein guter Christ sein, ohne
den Gedanken des Papstes zu folgen, hinsichtlich Abtreibung,
Scheidung, Zölibat des Klerus, sexueller Freizügigkeit
usw.
Die bedeutsame Geste des Gouverneurs vom Staate Missouri hat nach der
Papstvisite allgemeine Zustimmung gefunden, als er einem zum Tode
verurteilten Gefangenen begnadigt hatte.
"Dieses Treffen, durch die Intervention der hl. Maria von Guadalupe -
sagte der Papst anläßlich der Generalaudienz am 10.
Februar - hat unauslöschlich die Geschichte Amerikas
gezeichnet."
* *
Die Jünger des Herrn &endash; wir wissen es aus den Worten Jesu &endash; werden Verfolgungen erleiden in ihren eigenen Familien, in der eigenen Gemeinschaft, derart widerspricht der echte Geist Jesu der Welt. Aber auch auf der Ebene der Gesellschaft und der Nationen hören die Verfolgungen nie auf gegen denjenigen, der Christi Namen trägt und der Kirche angehört. Heute geschieht dies in besonderer Weise im Sudan, in Pakistan, in Burma, der Türkei, in Vietnam, in Ägypten, Algerien, Ruanda und vor allem in China. In vielen Ländern suchen islamische Fundamentalisten die Kirche auszuradieren.
Tragödie im Süd-Sudan &endash; Die moslemische Zentralregierung scheint einen wahren Genozid gegen die christliche und animistische Bevölkerung zu betreiben, indem sie zusätzlich zu allen andern Verletzungen die Landung der Hilfsgüter an die Hungernden verhindert. Auch die von den Flugzeugen abgeworfenen Güter erreichen häufig ihr Ziel nicht, weil die Menschen, die von weit her unter schrecklichen Umständen angerannt kommen, vor Erschöpfung sterben, bevor sie etwas erhaschen können. Nicht zu sprechen von der Malaria und den Krankheiten, die als Folge der Unterernährung eine sehr grosse Zahl von Kindern dahinraffen. Tausende und Tausende von Jungen &endash; so berichten die Zeitungen &endash; werden in den Konzentrationslagern als Sklaven gehalten, wo sie den Meistbietenden verkauft werden. Zwei amerikanische Wohltäter haben 350 von ihnen zu je 100 $ gekauft, um sie zu befreien.
Und trotzdem widerstehen die Christen &endash; Eine
geliebte Schwester aus unserm Leserkreis schreibt uns: "Die unter dem
islamischen Integralismus so gequälte Kirche hier im Sudan nimmt
ihre Kraft von Maria, vom Rosenkranz: allüberall wird er
gebetet, in den Zentren, in armen Hütten, unter den Jungen, den
Erwachsenen und den Kleinen. In der Kathedrale von Karthum betet der
Bischof jeden Samstag den ganzen Rosenkranz mit den
Gläubigen.
Man entdeckt die Kraft dieses Gebetes. Unsere Christen, obwohl alle
ohne Waffen sind, haben keine Angst. Die Regierung kontrolliert
ständig, zerstreut die Zentren, wo gebetet und für die
Armen gearbeitet wird. In der Schule, im Radio und am Fernsehen kommt
nur der Islam zur Sprache. Trotzdem sieht man schon die Kleinen in
der Schule sich verteidigen. Sie haben keine Angst zu sagen: "Ich bin
Christ und will den Koran nicht". Hier ist die Kirche lebendig und
bezeugt glaubhaft ihr Credo. Ich sehe Junge und Erwachsene die Gott
suchen und nach seinem Wort dürsten (Sr. Stefanie Bassan,
08.12.98).
Zwei chinesische Bischöfe waren an die Asien-Synode geladen,
die vor kurzem stattgefunden hat, aber die Regierung von Peking gab
die Erlaubnis für die Ausreise nicht. Einer der beiden schrieb
an den Papst: "Ich bin körperlich abwesend, aber mein Herz ist
ununterbrochen bei Euch". In China sind die Angehörigen der
,Katakombenkirche' andauernder Verfolgung ausgesetzt. Auch ist es das
erklärte Ziel des Regims, &endash; so geht aus einem
Geheimdokument von "Fides" hervor, &endash; die Katholiken, die eine
Zugehörigkeit zu der von der Regierung kontrollierten
patriotischen Kirche ablehnen, zu eliminieren. Am 21. Februar brachte
die Presse die Nachricht von Hunderten von Gläubigen aus der
Provinz Begoin, die verhaftet wurden; ihr Bischof wurde
eingekerkert.
Es gibt Hunderte von Seminaristen, Priestern, Schwestern und
Bischöfen im Untergrund. Die ältesten unter ihnen haben
häufig mehrere Jahre in Gefängnissen verbracht oder in
Zwangsarbeitslagern; die Jungen wissen, dass sie plötzlich, von
einem Tag auf den andern, ins Gefängnis geworfen werden
können. Wir haben einen Bischof getroffen, der seit 1986 jedes
Jahr bis zu sechs Monaten unter verschiedensten Anschuldigungen
inhaftiert war. Er ist voll der Freude und hat überhaupt keine
Angst vor den Gefahren und dem Elend. Diese Bischöfe leben in
äusserster Armut und bitten um Messstipendien, um die
Priesterusbildung vieler Jungen finanzieren zu können. Hier gibt
es keinen Priestermangel.
Es gibt viele Schwestern, die in der Verborgenheit arbeiten und alles
riskieren um das Evangelium zu verkünden, den katholischen
Kindern den Katechismus zu lehren (religiöse Erziehung ist bis
zum Alter von 19 Jahren verboten) und um ein Waisenhaus für
minderjährige, unmündige Kinder zu führen. Es handelt
sich hier nicht um eigentliche Waisen; aufgrund der chinesischen
Politik der "Einkindfamilie" behalten die Eltern häufig nur den
"makellosen Sohn". Während die staatlichen Waisenhäuser
diese Kinder zurückweisen, nehmen die Schwestern sie auf, taufen
sie und schenken ihnen Liebe und Hilfe. Viele Mädchen werden
Schwestern - ungeachtet des familiären Unverständnisses und
Zerwürfnisses -, auch ohne der Gefahren zu achten, entdeckt zu
werden: "Um Gott zu loben und Seelen zu gewinnen", sagte eine von
ihnen.
Wie uns 20 chinesische Seminaristen das Fasten lehren -
"Nachts um 03.50, unsere Gesichter mit Hüten und Schärpen
verdeckt, führt uns die Bäuerin schweigend durch das Feld
und durch den Nebel, und bringt uns hinter einen Heuhaufen, wo wir
Stimmen von weither vernehmen. Als wir ein niedriges und feuchtes
Gebäude erreichen, treten wir in eine Kapelle ein, wo 20 Junge
im Gebet vor dem Altare knien. Es sind die chinesischen Priester von
morgen. Nach einer lange dauernden Messe machen sie im Hof einige
Turnübungen, bevor sie in die eisige Kapelle für den
Rosenkranz zurückkehren. Die Sonne ist noch nicht
aufgegangen.
Dann nehmen die Seminaristen einen Napf voll Hafersuppe als
Frühstück. Erst um 16.00 Uhr werden sie zum zweiten Mal
essen: Gemüse. Freitags essen sie nur einmal am Tag und Mittwoch
und Samstag nur Brot und Wasser. Nie essen sie Fleisch oder Eier. Ein
Junger sagt uns lachend: "Wir denken, dass unser Lebensstandard schon
etwas tiefer liegen darf als der anderer Christen.
Normalerweise drückt der Verzicht nicht schwer, weil wir uns im
Gebet in Gottes Nähe wissen". Manchmal jedoch, wenn diese Armut
als sehr hart empfunden wird, widmen sie sich um so intensiver dem
Gebet: "Am Anfang &endash; so fügt er hinzu &endash; ist es sehr
schwierig, aber mit dem Gebet entdecken wir unser Ziel besser und
sind glücklich dabei" (gekürzt aus Echo der Liebe,
September 1998).
Stimme aus Vietnam, die bewegt &endash; "Ich bin 70 Jahre
alt und kränklich, habe aber eine Energie, die jene der Jungen
übersteigt. Das Gebet und die Inbrunst verbrennen mich wie in
einem Ofen, so wie Er gesagt hat: ich bin gekommen, um Feuer auf die
Erde zu werfen..."
Ich sage es euch ,sottovoce'. In der letzten Weihnachts-Nacht kam der
Erzbischof von Ho Chi Minh-Stadt (Hanoi), um die Mitternachtsmesse in
diesem düstern Winkel des Slums zu feiern, wo wir eine kleine
Gruppe von Pfarrkindern ohne Identität sind. Ich kümmere
mich darum und der Erzbischof kam geradeaus in mein Haus ohne jeden
Pomp. Es schien wie im Märchen. Durch ihn ist das Wort Fleisch
geworden und hat unter uns gewohnt. Alle hatten wir die Augen voller
Tränen über dieses neue Bethlehem in Ho Chi Minh-Stadt.
Ich übersetze die Botschaften Marias von 1998, aber es fehlen
mir etwelche, weshalb ich an eure Tür klopfe trotz der grossen
Distanz und meiner bescheidenen Kondition, um das Echo Mariens
regelmässig zu erhalten und zu verteilen".
Samenkorn der Einheit auch mit den Orthodoxen &endash; Wir wissen, wir schwierig in letzter Zeit die Verbindungen zwischen den Orthodoxen und den Katholiken geworden sind, speziell in Russland. Und doch hat sich eine Luke geöffnet: "Dem Hl. Vater ist eine offizielle Einladung des Patriarchen der orthodoxen Kirche Rumäniens, Teoklist, zugegangen, Rumänien zu besuchen, das zum weitaus grössten Teil orthodox ist. Der Papst hat angenommen und der Besuch wird im kommenden Mai stattfinden.
Praktizierte Oekumene auf der Wolga &endash; Die Schiffskirche &endash; ein Geschenk der Kirche in Not an den Erzbischof German von Wolgograd - läuft auf vollen Touren. Wenn die Glocken hoch oben über die Landschaft rufen, füllen die Orthodoxen Christen die Kapelle, die für 100 Menschen Platz bietet: viele müssen draussen bleiben. Der unermüdliche Pater Lardo hat zwei weitere, grössere Schiffskirchen versprochen und weitere sind projektiert für andere bedürftige Gegenden.
Am 25. Mai 1983 hatte die Gottesmutter den Wunsch wiederholt, eine Gebetsgruppe zu bilden, die sich ganz Gott überlässt. Am 16. Juni gab sie Jelena die Gruppenregel:
1.Verzichtet auf alle Leidenschaften und ungeordneten
Wünsche. Meidet das Fernsehen, vor allem die schlechten
Sendungen; exzessiven Sport, unmässigen Genuss von Speisen und
Trank, Alkohol, Tabak, etc.
2.Übergebt euch Gott ohne Reserven.
3.Bannt definitiv jede Form von Angst. Wer sich Gott übergibt,
hat im Herzen keinen Platz für die Angst. Schwierigkeiten werden
weiter bestehen, aber sie werden dem geistigen Wachstum dienen und
der Ehre Gottes.
4.Liebt eure Gegner. Bannt aus dem Herzen Hass, Bitterkeit, Urteile,
vorgefasste Meinungen. Betet für eure Gegner und ruft den Segen
Gottes auf sie.
5.Fastet bei Wasser und Brot zweimal in der Woche. Versammelt euch in
der Gruppe mindestens einmal pro Woche.
6.Widmet jeden Tag mindestens drei Stunden dem Gebet, wovon
mindestens eine halbe Stunde am Morgen und eine halbe am Abend. In
dieser Gebetszeit sind die Hl. Messe und der Rosenkranz
eingeschlossen. Reserviert euch Momente des Gebets während des
Tages und geht zur Kommunion, wenn immer es euch möglich ist..
Betet in grosser Sammlung. Schaut nicht ständig auf die Uhr,
sondern lasst euch von der Gnade Gottes führen.
Kümmert euch nicht zu sehr um die Dinge dieser Welt, vertraut im
Gebet alles Gott, unserm himmlischen Vater, an. Wenn man
überbeschäftigt ist, kann man nicht mehr beten, weil die
innere Heiterkeit fehlt. Gott wird die irdischen Dinge zum guten Ende
führen, wenn wir uns den seinigen öffnen. Wer zur Schule
geht oder zur Arbeit, soll morgens und abends eine halbe Stunde beten
und wenn möglich an der Eucharistie teilnehmen. Es ist
nötig, den Geist des Gebets auf die tägliche Arbeit
auszudehnen, das heisst, die Arbeit durch das Gebet zu begleiten.
7.Seid vorsichtig, denn der Teufel versucht jene, die entschlossen
sind, sich Gott zu weihen; ja, vor allem sie. Er wird ihnen sagen,
dass sie zu viel beten, zu viel fasten; dass sie sich wie die andern
benehmen und das Vergnügen suchen sollen. Sie sollen nicht auf
ihn hören noch ihm folgen. Sie sollen auf die Stimme der
Gottesmutter achten. Wenn ihr Glaube erstarkt sein wird, wird der
Dämon sie nicht mehr versuchen können.
8.Betet viel für den Bischof und für die Verantwortlichen
der Kirche. Nicht weniger als die Hälfte ihrer Gebete und Opfer
soll diesem Anliegen gewidmet sein.
Ich wünsche von euch eine Verpflichtung für vier Jahre.
Noch ist nicht die Zeit, über eure Berufung zu entscheiden. Das
Wichtige, am Anfang, ist, ins Gebet einzutreten. Dann werdet ihr die
richtige Wahl treffen."
(Aus "Botschaften und Pädagogik Mariens in Medjugorje" von R.
Laurentin &endash; R. Leujeune)
Wir glauben fest, dass die besondere Anwesenheit Mariens in
Medjugorje, wo sich in dieser Zeit "eine Quelle der Gnade befindet"
(Botsch. 8.5.86), ein kostbares Geschenk und Angebot für die
ganze Kirche und alle Menschen guten Willens ist. Diese Zeiten sind
durch Maria in einer besonderen Weise dem Himmel verbunden (Botsch.
25.5.96). Es sind Zeiten der Gnade, in welchen der Geist mit neuer,
unwiderstehlicher Kraft über Kirche und Welt dahinbraust., um
alles zu erneuern".
Wir wissen auch, dass der wahrste und tiefste Kern des Rufs der
Friedenskönigin darin besteht, frei verfügbar zu sein
für die Opferung des Lebens zur Rettung der Welt (Botsch.
25.2.88). Wie schon in Fatima begonnen, stellt Medjugorje die volle
Verwirklichung (Botsch. 25.8.91) durch einen geistichen Weg der
Ganzhingabe an Gott dar (Botsch. 25.5.89), und wird persönlich
von Maria geleitet.
Wenn wir die chronologische Entwicklung der Botschaften dieser Jahre
beachten und die weise Erziehung, die die Gottesmutter mit
unnachahmbarer mütterlicher Zartheit anstrebt, versteht man,
dass die volle Aneignung der so wahren und so tiefen Inhalte nicht
sofort erfolgen können (wie bei den Engeln). Aber dies alles
erfordert eine fortschreitende Dynamik der Herzensöffnung, die
uns, von Maria angeleitet, "zu einem tief geistlichen Leben in aller
Einfachheit führt (Botsch. 25.12.89). Das ist natürlich nur
möglich, wenn man mit Gelehrigkeit die von ihr weise
abgesteckten Wege und ausgewählten geistlichen Handhaben zur
Verwirklichung ihrer Pläne annimmt.
In solcher Voraussicht hat Maria seit den ersten Erscheinungen
(Botsch. an Jelena 25.5.83) gewollt ganz besondere konkrete
Zeitabschnitte festgesetzt, damit die Botschaften Feuer fangen und
mit Intensität brennen konnten, ein Feuer der Communio und des
Opfers, fähig, um so zu sagen "geistlichen Treibstoff" für
die Verwirklichung des Gnadensplans der Friedenskönigin zu
liefern. Zu Beginn leitete Maria selbst eine Gebetsgruppe durch das
Jelena gewährte Charisma, durch das sie beispielhaft den
tiefsten Inhalt der in Medjugorje geschenkten Gnaden zum Ausdruck
bringen konnte.
Dann kamen die andern Gemeinschaften und geistlichen Familien, die
aus dem Herzen Mariens geboren und oft von ihr persönlich
geleitet worden sind. Auch sie wurden mit besondern Gnadengaben
ausgestattet, um mit spezieller Opferdynamik und Tiefe die Communio
im Geiste zu realisieren. So sollte die volle Durchführung der
Gnadenpläne, die ihr von Gott anvertraut sind, als triumphaler
Endsieg ihres unbefleckten Herzens abgesichert werden, wie das schon
in Fatima angekündet worden war.
Es war auch in vollkommenem Einklang mit der heiligen Schrift
voraussehbar, dass ein Gnadenereignis von solchem Ausmass dem
evengelischen Gesetz des Widerspruchs nicht entgehen konnte. In der
Tat war Medjugorje von Anfang an hingeordnet auf einen
allerheftigsten geistigen Kampf ("Wo ich und mein Sohn sind, kommt
sofort auch Satan": Botsch. an Mirjana 28.1.87).
So manifestierte sich in den ersten Erscheinungszeiten der Feind,
"der meine Friedenspläne zerstören will" (Botsch 12.7.84),
in eigenen Aktionen durch eine Phase gewalttätiger, direkter
Angriffe der zivilen Behörden des atheistischen, kommunistischen
Regims. Er bekundete sich auch in einer Serie unerklärbarer
Missverständnisse, Unverständlichkeiten und unmotivierter
Ablehnungen des Ortsbischofs und anderer Exponenten kirchlicher
Hierarchien. Oft schlecht informiert zeigten sie sich unbegreiflich
blind und taub gegenüber augenfälligen und überreichen
geistlichen Früchten, die unaufhörlich hervorsprudelten aus
diesem Gnadenborn.
Gegenwärtig wird der geistige Kampf scheinbar weniger heftig
geführt aber subtiler und hinterhältiger &endash;
hoffentlich unbewusst &endash; von denen, die wohl behaupten, das
geistliche Geschenk von Medjugorje anzunehmen oder sich sogar mit
viel Getöse zum Herold und Verkünder machen.
Tatsächlich lehnen sie weder die zu tiefst geistliche Dynamik
und die echten Früchte ab noch verneinen sie sie. Auf diese
Weise verstümmelt man willkürlich wesentliche Komponenten
und die geistlichen Instrumente marianischer Gnade, die von ihr
ausdrücklich gewählt wurden, damit sie ihre Zeichen der
Liebe vollständig verwirklichen kann.
Nicht zufällig äussert sich im allgemeinen der grösste
und erbittertste Widerstand gegen das, was das "geistliche Herz des
marianischen Planes" darstellt, jenen von der Friedenskönigin
gewollten Kern brennender Communio, in dem sich am echtesten das
tiefste Wesen des geistlichen Charismas von Medj. ausdrückt. Wir
sprechen von jenen geistlichen Gemeinschaften, die ihrem Unbefleckten
Herzen entsprungen sind und die bestimmt sind, eine entscheidende
Rolle bei der Verwirklichung ihrer Gnadenpläne in der Welt zu
spielen.
So muss man eine systematischen Verfinsterung des lebendigsten und
echtesten Inhalts des geistigen Charismas von Medj. erleben,
widersinnigerweise auch von jenen getätigt, die sich engagiert
fühlen sollten, die Integrität zu wahren. Es herrscht eine
offenkundige Tendenz, Medj. gewaltsam in eine enge reduzierte Logik
von "Marienheiligtumsinstitution" zu zwingen. Oder man kommt mit dem
unvernünftigen Vorwand &endash; dem häufigsten &endash; die
Erscheinungen würden willkürlich und nur einseitig
umschrieben. So läuft man Gefahr, das überreiche geistliche
Gnadengeschenk tragisch zu verärmlichen und ebenso die
staunenswerte Wirkkraft dieser Gnade, die uns die
Friedenskönigin geschenkt hat.
Die faulen Früchte einer solchen Einstellung entwerten und
verdunkeln ungebührlich wesentliche Inhalte der geistlichen
Gaben Mariens, die sie in Medj. angeboten hat. Sie stellen sich gegen
eine volle Verwirklichung ihrer Pläne, was auch von vielen
feinfühligen Pilgern immer wieder bemerkt wird. Diese suchen
nach einem ersten, starken Anfangsimpuls durch den Heiligen Geist
später vergebens nach einer Hilfe, die geistlichen
Freiräume zu finden und zu erfassen, die von Maria gewollt und
vorbereitet worden sind, wo sie einen echten Weg entdecken
könnten, um zu einer tiefen Einigung mit dem trinitarischen
Leben hinzuwachsen, der gleichen Wesens ist wie der Ruf der
Königin des Friedens. Und wenn sie diesen Weg nicht finden,
bleiben sie nur zu oft an der Oberfläche, eingeklemmt in eine
sterile geistliche Unbeweglichkeit, verstrickt in Emotionen und sich
endlos wiederholenden, sich selbst verdankenden Gebärden.
Dieses Gehaben ist weit entfernt von jener feurigen Dynamik der
Gnade, die im Wirbelsturm der trinitarischen Liebe jede Spur des
alten Menschen verbrennt und in den Herzen jenen "neuen Himmel und
neue Erde" gebiert, zu denen uns die Muttergottes unermüdlich
hinführen will, um aus uns in ihren Händen wirksame
Werkzeuge zur Rettung der Welt zu machen.
Übergeben wir unsere Schwächen dem Herzen der
Friedenskönigin und auch jene der andern, damit durch
grossherzigeres Beten und Opfern ihrer Kinder alles in ein viel
lebendigeres Licht der Gnade zum vollen Triumph ihres Unbefleckten
Herzens gewandelt werde.
Giuseppe Ferraro
Die Franziskaner bleiben in Medjugorje &endash; In den
letzten Tagen haben sich viele Pilger an uns gewandt, um Klarheit zu
erhalten, ob die Franziskaner die Pfarrei Medjugorje aufgäben.
Die Nachricht bezieht sich auf einen kürzlich von Bischof Ratko
Peric von Mostar und vom Generalminister des Franzuiskanerordens, P.
Bini, veröffentlichten Brief.
Die Nachricht vom Rückzug der Franziskaner aus Medjugorje und
die Übernahme der Pfarrei durch Bischof Peric sind nicht exakt.
Es ist nicht wahr, dass einige Franziskaner, die jetzt in der Pfarrei
Medjugorje sind, wegziehen müssen. Die Pfarrei Medjugorje ist im
Dekret "Romanis Pontificibus" unter den circa 20 Pfarreien, welche
die Franziskaner dem Lokalbischof zu überlassen hätten,
nicht erwähnt. Im Fall von Änderungen würde unser
Informationszentrum euch benachrichtigen.
Ein österreichischer Bischof:
"Wir finden hier, was man anderswo nicht findet"
Vor dem Verlassen Medjugorjes in den ersten Dezembertagen hat der
Erzbischof von Salzburg, Mons. Georg Eder, seine Eindrücke so
wiedergegeben: "... Ich habe mir immer die Frage gestellt: warum
diese einfachen Botschaften, die sich stets wiederholen? Immer diese
Einladung zum Gebet, zum Fasten, zur Reue ... Ich habe mir gesagt:
all das muss einen Sinn haben. Was tut eine Mutter, die ihre Kinder
erzieht? Sie wiederholt stets dieselben Dinge. So auch Maria in
Medjugorje. Sie lehrt beten und tut es auf sehr einfache Art ...
Ich muss sagen, für mich zählt das Wort Christi: an ihren
Früchten werdet ihr sie erkennen! Daher keine einzige
Überraschung. Ich weiss, dass oft Gruppen von Salzburg nach
Medjugorje kommen, und dass sich ständig neue Gebetsgruppen
gründen. Immer mehr Leute sagen: "in Medjugorje habe ich die
Berufung gefunden!" So denke ich: wir vergessen drei Dinge, die sich
in Medjugorje finden: Reue, Beichte und Berufung. In Österreich
warten wir vergebens darauf. Von Umkehr spricht kaum jemand mehr, die
Leute haben sie nicht nötig. Die Beichte verschwindet bei uns
mit Ausnahme der Wallfahrtsorte und Kirchen, wo man dieses Sakrament
sucht und lebt. Die geistlichen Berufungen werden immer
spärlicher. In Medjugorje gedeiht all dies: Umkehr, Beichte und
geistliche Berufungen!
Ich frage mich: was müssen wir tun, damit sich jemand bekehrt?
Oft habe ich den Verantwortlichen von Vereinigungen gesagt, dass in
ihren Programmen die Umkehr fehlt. Sind wir vielleicht diejenigen,
die der Umkehr nicht bedürfen, obwohl dies das erste Gebot Jesu
im Evangelium ist? Die Umkehr schwindet, die Beichte verliert sich
und es gibt immer weniger Berufungen. Wir fragen uns, wie es
möglich ist, die Seminare aufrecht zu erhalten. In Medjugorje
finden wir genau das, was uns fehlt. Ich habe noch einen andern
Wunsch: dass hier Friede werde zwischen den Franziskanern und dem
Bischof, und dass Medjugorje sich wirklich so entwickeln kann, wie
Maria es wünscht.
Ich glaube an die Echtheit von Medjugorje. Schon seit einiger Zeit
glaube ich daran. Wenn die Pilger mich baten, mit ihnen nach
Medjugorje zu kommen, antwortete ich: "Seit einiger Zeit bin ich
Medjugorje näher als viele andere. Einmal gekommen, haben sich
meine Eindrücke dank der Einfachheit der Seher und des
Abendgottesdiensts gefestigt. Alles ist gemäss dem Geist der
Kirche, sehr, sehr einfach, und gleichzeitig gibt es so viel
Frömmigkeit, so viel Glauben und über allem der starke
Wunsch nach Umkehr und echter Erneuerung".
Kardinal Schönborn: "Wo Maria ist, erneuert sich die Kirche"
In einem Interview in Lourdes bekräftigt der Erzbischof von
Wien: "An den Marienwallfahrtsorten beweist sich, was die Kirche
lebendig macht: man spürt, dass dank Maria Gott nahe ist, nicht
abstrakt sondern konkret und wirklich, und Maria, wie niemand anders,
die Nähe von Himmel und Erde darstellt"
Über Medjugorje befragt, das in Österreich gut präsent
ist, sagte er: "Ich bin noch nicht in Medjugorje gewesen, aber in
einem gewissen Sinn war ich schon häufig dort, dank derer die
dort waren und in deren Leben ich viele Früchte sehe. Ich
würde lügen, spräche ich anders. Diese Früchte
sind sichtbar und konkret. In unserer Diözese und an vielen
andern Orten beobachte ich Gnaden der Bekehrung, eines
übernatürlichen Glaubenslebens, des Geschenks der Freude,
der Berufung des Heils, der Wiederentdeckung der Sakramente, der
Beichte. All dies ist kein Betrug. Doch kann ich sagen, dass die
Kriterien, die ich als Bischof habe, die Früchte sind, und wenn
man den Baum nach Früchten beurteilt, so handelt es sich
wirklich um einen guten Baum".
Im Blick auf die verschiedenen Gemeinschaften, die auf Grund der
Ereignisse in Medj. entstanden sind, darunter in Österreich
"Kraljice Mira" und "Lamm", wurde er gefragt, ob all dies zu neuen
Perspektiven für die Zukunft der Kirche führen könne.
"Sicher &endash; hat er geantwortet &endash; ich glaube, dass Maria
seit Beginn in der Stille handelt, jedoch auf sehr wirksame Art. Der
Mensch schenkt "Plätzen" wenig Aufmerksamkeit, selten wird er
durch Diskussionen berührt, auch wenn der Dialog sein muss; doch
all dies genügt nicht, weder im persönlichen Leben noch in
der Kommunität.
Und in Maria ist die Kirche immer persönlich, auch wenn es weder
eine grosse Institution ist noch ein grosses theologisches System,
aber erfassbar, verständlich nur in ihrer Mütterlichkeit,
ihrer Jungfräulichkeit, ihrer Schönheit und ihrer
unendlichen Anmut. Vor allem in den Marienwallfahrtsorten
erfährt man, dass die Kirche nicht vor allem eine Institution
ist, wie man sie häufig negativ beschreibt, sondern die Braut
Christi, für die Christus das Leben hingegeben hat: sie ist
wunderbar und die Mutter aller Menschen. Und all dies findet sich in
Maria. Darum ist Maria überall gegenwärtig, wo immer die
Kirche sich erneuert,. Und wo Maria ist, erneuert sich die Kirche. Es
ist kein Zufall, dass die meisten Gemeinschaften, die aus der Kirche
hervorwachsen, Maria und ihren Gnadenorten verbunden sind".
Wegen der ablehnenden Haltung gewisser Bischöfe gegenüber
Medjugorje befragt, das doch in der ganzen Welt so viele Früchte
hervorbringt, und ob das letzte Dokument des Vatikans an den Bischof
von La Réunion eine zufriedenstellende Antwort sei (26.
05.98), antwortete er: "Das Schreiben des Sekretärs der
Kongregation für die Glaubensdoktrin (vgl. Echo 14o, p. 4)
klärt in freundschaftlicher Weise, was in den letzten Jahren
immer die offizielle Haltung der Kirche zu Medjugorje gewesen ist,
und das ist, dass die Frage bewusst offen gelassen wird ... Weder
verneint man, noch schliesst man aus, dass die Phänomene einen
übernatürlichen Charakter haben können. Sicher wird
die Kirche zu Medjugorje sich nicht endgültig erklären,
solange die Phänomene in Form von Erscheinungen oder
ähnlichen Vorkommnissen noch fortdauern.
Aufgabe der Hirten ist, das was wächst, zu fördern, die
Früchte zu schützen, wenn nötig auch vor Gefahren, die
natürlich überall sind. Auch in Lourdes gilt es
ständig zu verhüten, dass das ursprüngliche Geschenk
nicht in irrigen Entwicklungen erstickt"
(das Interview über Medj., Gebetsaktion, Wien).
Nach den ersten Untersuchungen durch eine französische
Ärztegruppe und einer zweiten durch italienische Ärzte, die
1985 die Seher untersucht haben, hat jetzt auf Verlangen des
Pfarreibüros von Medjugorje eine Gruppe europäischer
Psychiater im Jahr 1998 ausschliesslich psychiatrisch-diagnostische
Untersuchungen mit den Sehern gemacht. Die Analysen wurden zu vier
verschiedenen Zeiten im Haus der Dehonianer in Capiago (Como) und in
Medjugorje durchgeführt. An den Untersuchungen waren 14
Mediziner und Psychologen beteiligt, nicht nur Italiener, die an die
zehn peinlich genaue Analysen mit den Sehern machten.
"Aus den Untersuchungen ergibt sich, dass in einer Spanne von 17
Jahren, seit Beginn ihrer Erfahrungen mit den Erscheinungen, die
Begutachteten keine pathologischen Symptome, wie z.B. Ekstasen,
dissoziative Störungen oder Realitätsverluste
aufwiesen...Untersuchungszweck war, abzuklären, ob die
Umstände der Ekstase während der Erscheinungen, wie sie
bereits 1985 durch die italienische Ärztegruppe registriert
wurden, noch immer die gleichen oder ob Veränderungen
eingetreten sind. Darüber hinaus wollte man untersuchen, ob die
möglichen Zusammenhänge oder Verschiedenheiten mit andern
Bewusstseinszuständen beständen, wie z.B. Sichtbarmachen
durch Überreden oder Hypnose.
Die durchgeführten Untersuchungen haben gezeigt, dass die
Phänomene der Ekstase mit denjenigen von 1985 verglichen werden
können, jedoch von schwächerer Intensität sind. Die
hypnotische Untersuchung des Ekstase-Zustands hat keine
Phänomene spontaner Erfahrung verursacht. Daraus lässt sich
schliessen, dass der ekstatische Zustand während der
Erscheinungen kein hypnotischer Schlaf ist.
Capiago Intimiano, den 12.12.98, gezeichnet: P. Andreas Resch
(General-Koordinator), Dr. Giogio Gagliardi (wissenschaftlicher
Koordinator), Dr. Marco Margnelli, Dr. Marianna Bolko und Dr.
Gabriella Raffaelli (Mitglieder der Untersuchungsgruppe).
Schlussfolgerung: Diese wissenschaftlichen Untersuchungen erlauben festzustellen, dass die Seher nicht manipuliert sind, dass sie nicht Komödie spielen und dass der nicht erklärbare Ekstasezustand in nichts ihr normales alltägliches Benehmen verändert. Sicher wird kein Apparat dazu fähig sein, festzustellen, was den Sehern "jenseits des Schleiers" geschieht, aber es ist festzustellen, dass keine einzige dieser Abklärungen das entwertet, was die Seher zu erleben bezeugen.
Die Gebets- und Fastenseminare in der Domus Pacis für
1999 sind in sprachliche Gruppen aufgeteilt worden.
In deutscher Sprache: für Österreich: 15.-20 Februar und
15.-20. November. Kontaktperson: Franz Gollowitsch, Oed 60, A-8311
Markt Hartmannsdorf; Tel. 0043-311-45.150; Fax 0043-311-45.15041.
Für Deutschland: 14-19 März. Kontaktperson: Mathilde
Holtmann, Erblandstr. 4, D-48369 Saerbeck, Tel.0049-025-74; Fax
0049-025-727101.
Alle Seminare beginnen um 1600 Uhr des angezeigten Datums und
schliessen um 1200 des letzten Tages. Gebühr: DM 20.- pro
Tag.
Pater Slavko in Slovenien &endash; Vom 11. zum 15. Januar
99 leiteten Pater Slavko Babaric zusammen mit Nono Bulic und
Vioncenzo Cazzaniga aus der Kommunität von Sr. Elvira
Gebetsprogramme von Medjugorje und verschiedene Begegnungen über
das Thema Drogenabhängigkeit. Anlass war die
Veröffentlichung des Buches von P. Slavko "Perlen eines
verwundeten Herzens".
Sowohl das Gebet wie das Problem der Drogenabhängigkeit und der
möglichen Befreiung daraus haben viele Leute angezogen.
Begegnungen fanden in Schulen, Kirchen, am Radio und im Fernsehen
statt. Auch die Lokalzeitungen zeigten grosses Interesse an den
Jungen der ,Kommunität Cenacolo'.
Auch der Erzbischof von Liubliana, P. Rane Rode, hat die Jugendlichen
empfangen, während P. Slavko mit circa 30 Priestern in Maribor
und dem Bischof Franco Kranberger zusammentraf
P. Jozo im Libanon, Syrien und Korea &endash; Auf Einladung
der Bischöfe und der Gebetsgemeinschaften, hat P. Jozo
während circa eines Monats diese Länder bereist. Bei seiner
Rückkehr sagte er zu den Journalisten des Slobodna Bill: "Die
Botschaften von Medjugorje haben die ganze Erde erreicht. Ich habe
gesehen, wie viele Menschen ihr Leben geändert haben und die
Zeugen von Medjugorje zu hören wünschten.
In Beirut hat er den Kardinal Sferirorn und Bischof Saad getroffen.
"Der apostolische Nuntius, Mons. Bortolasio, wollte von sich aus mit
mir sprechen und dankte mir für alles, was ich für den
Libanon und für die Welt tue. Er sagte mir, dass er in
Medjugorje gewesen sei und die Wichtigkeit der Botschaften anerkenne:
er ist glücklich darüber." In Korea haben die Begegnungen
während 15 Tagen in überfüllten Kirchen und
Sportplätzen stattgefunden.
Was ich in einer kleinen "Cenacolo-Kommunität" gesehen
habe &endash; "Meine erste Nacht auf der Pilgerfahrt nach
Medjugorje verbrachte ich in der Kommunität von Sr. Elvira in
Ugljane (Sinj): eine schöne Gemeinschaft von 30 Jungen. Wir sind
kurz vor Mitternacht angekommen. Wisst ihr, dass diese armen Jungen
uns alle in die Knie bringen? Ja, das ist die erste Lektion, die die
Madonna mir gegeben hat: von diesen Jungen zu lernen, wie man das
Gebet und die Eucharistie liebt.
Um 2 Uhr hörte ich über meinem Zimmer, wie jemand sich
bewegte; ich bemerkte, dass in der Kapelle Licht war. So erhob auch
ich mich und ging beten: dort fand ich 15 Jungen vor der Eucharistie
knien, schweigend und anbetend, die Freiwilligen der nächtlichen
Anbetung.
Was für wunderbare Dinge Gott in dieser Gemeinschaft tut! Hier
war ein Boden voll Gesträuch und Steinen, jetzt ist es ein
Garten. Alles ist durch Arme und Hände dieser Jungen
verändert worden. Es ist jetzt ein kleiner Weiler von
Steinhäuschen, wo's alles gibt: Küche, Esszimmer,
Waschküche, Backofen, Stall für die Milchkühe,
Fussballfeld, Büros, Felder und Gemüsegarten. Alles in
Freiwilligenarbeit durch diese Jungen errichtet, die Sr. Elivira
geheilt und aus den Drogen gezogen hat durch die Therapie des Gebets:
drei Rosenkränze am Tag, Betrachtung des Evangeliums morgens und
abends, strenge Neuausrichtung des Lebens. Da habe ich verstanden,
dass wir uns einen richtigen Stoss geben und viel mehr tun
müssen im Gebet, bei der Arbeit und in der Erziehung der Jungen
zu einem Leben in Gnade."
(P. Gasparino)
"Wir wollen die Jungen zum geweihten Leben ermutigen"
&endash; "Geht nicht nach Hause, ohne der Madonna versprochen zu
haben, ein neues Leben des Gebets anzufangen und ohne euch die
wichtigste Frage des Lebens gestellt zu haben: Herr, was willst du
von mir?", so sagte P. Gasparino am Fest der Jugend.
"Ich habe ein unangenehmes Thema berührt und gebe die Worte von
Sr. Elvira wieder: ,Ich glaube, dass der Herr viele junge Menschen
zur radikalen Weihe an Ihn ruft, aber die Priester haben nicht
genügend Mut, sie zu unterstützen'. Wenn ein Junger das
Problem hat ,Herr, rufst du mich zur Ehe? (dies wird eine heilige Ehe
werden!), rufst du mich zur radikalen Weihe an Christus? Hier bin
ich.' Wenn du einen Rat willst, suche einen Priester, wenn ihr wollt,
stehe ich zu eurer Verfügung in der Kommunität
Cenacolo.
Wisst ihr was geschah? Ich hatte 12 Stunden fast ununterbrochen da zu
sein um die Jungen zu empfangen, die einzeln mich darüber
befragen wollten, sie standen Schlange, um sich über ihre
Berufung aussprechen zu können. Wenn der Herr so viele Junge
Menschen in seinen Dienst ruft, müssen wir den Mut haben, ihnen
zu helfen".
Jugend am Jahresende &endash; Sehr schön war der
Sylvesterabend, woran einige tausend Pilger teilgenommen haben, die
Jugendlichen in grosser Zahl aus allen Teilen der Erde. Um 22.00 Uhr
eröffnet mit dem Gebet unter Leitung von P. Slavko; um
Mitternacht der feierliche Moment der Weihe in betendem Schweigen und
dann die Freudengesänge.
Samstag, den 2. Januar am Morgen, vor der Abreise, haben wir an der
Erscheinung an Mirjana unter dem grossen Zelt zusammen mit den Jungen
Sr. Elviras teilgenommen (Foto S.6). Beim Kommen der Muttergottes
sahen wir das Gesicht der Seherin mit glänzenden Augen
leuchten.. Sie betete zusammen mit der Muttergottes das Vater Unser,
langsam, sehr, sehr langsam, so dass man jedes Wort meditieren und
auskosten konnte
(Alberto Bonifacio)
Vicka, unbeweglich während einiger Wochen wegen einer unglücklichen Versteifung des Rückgrats, hat im Januar mit Courage ihre Kolloquien mit den Pilgern wiederaufgenommen (Foto S.7). Sie ist müde und abgemagert. Und doch, sobald sie konnte, hat sie Zeit gefunden ins Heilige Land und am 11. Februar auch nach Lourdes zu gehen.
Sr. Emmanuel erzählt uns aus der 40tägigen Missionsreise
rund um die Erde: zuerst in Amerika, wo sie immer Denis Nolan in der
Nähe hatte. Die Madonna öffnete ihr durch das Fernsehen
unerwartet Türen, um auch Nicht-Glaubende zu evangelisieren, vor
allem auf den Karibischen Inseln.
"In Asien war ich ständig begleitet von P. Tim Deeter, einem
Amerikaner, der ein besonderes Charisma für die Jungen hat (er
wird auch am nächsten Jugendfest in Medjugorje teilnehmen).
Überall ist die Botschaft gut angekommen, vor allem bei den
Jugendlichen.
Aber was am meisten beeindruckte &endash; berichtet Sr. Emmanuel
&endash; war der Besuch in Kerala (Indien), wo Katholiken die
Botschaften der Madonna lebten lange bevor sie in Medjugorje
erschienen ist.. Zuerst musste ich aufpassen, nicht zu viele
Hände zu drücken, um die 5 Steine Marias zu erklären.
Als sie hörten, die Muttergottes bitte, den ganzen Rosenkranz
jeden Tag zu beten, waren sie verblüfft: "Aber Schwester, doch
nur die Faulen begnügen sich damit! Hier beten wir auch 10
Rosenkränze im Tag!"
Als ich die monatliche Beichte empfehlen wollte, mussten sie lachen:
"Hier beichten wir einmal pro Woche!" Als ich ihnen vom
Priestermangel sprach und die Eltern einlud, für eventuelle
Berufungen ihrer Kinder offen zu sein, waren alle völlig
einverstanden. Effektiv gibt es bei ihnen derart genügend
Priester, dass es möglich ist, auch ins Ausland Priester zu
entsenden.
Der Bischof von Pala vertraute uns an, dass es das Marianische Jahr
1987 war, das in seiner Diözese so viele Gnaden regnen liess: In
jenem Jahr hielten die Gläubigen eine ununterbrochene
Gebetskette, Tag und Nacht.
Gesegnete Armut! &endash; Sie waren es, die uns das
Evangelium verkündeten". &endash; Eine einzigartige Erfahrung
war eine Nacht, welche wir mit den Hindus hatten, als wir auf ihrer
Terrasse über Gott sprachen. Wieviele Fragen stellten sie an uns
über Jesus und Maria! Die Einfachheit, mit der sie unsere
Antworten entgegennahmen hat uns tief berührt. Ein hinduistische
Mutter lehrte ihre Kinder so: "Ihr wisst, meine Kinder, dass der Gott
der Christen ganz Güte ist".
"Ihr braucht euch vor Ihm nicht zu ängstigen, Er ist nicht wie
unsere Götter. Er straft nie und liebt uns sehr. Seine Liebe ist
so gross, dass Er am Kreuz für uns gestorben ist; und glaubt
mir, kein anderer Gott hätte das für uns getan. Ich sage
euch, dass jener Gott mein bevorzugter Gott ist, der beste von
allen". Eine der Töchter wurde Christin mit 4o Jahren. Und jetzt
strahlt sie Jesu Liebe aus.
Wir traten in viele Häuser ein, in die allerärmsten:
überall fand sich ein Winkel für das Familiengebet, mit
Blumen, Lampen, Kerzen, Weihrauch und viel Liebe geschmückt.
Gott nimmt in ihrem Leben wirklich den ersten Platz ein. Ihr reines
Herz und ihre kindliche Freude waren für uns ein echtes
Gnadenbad. Sie waren es, die uns das Evangelium und die Botschaften
verkündeten. Ihre grosse Intimität mit Gott kommt aus einer
echten Armut des Herzens. Sie sind noch nicht berührt vom
Materialismus des Todes, der unsern Westen verwüstet. Sie
schaffen sich keine unnötigen Bedürfnisse. Sie sind
frei!
(Aus dem Tagebuch von Sr. Emmanuel)
Jugendliche ganz Italiens haben sich auch dieses Jahr zu einem
Treffen in Numana vom 7.-10. Januar mit P. Tomislav aufgemacht. Thema
war: "die Begegnung mit dem Vater". Für viele war es ein wahrer
und tauglicher Weg, der aber wie immer Kämpfe, Warten und
Entscheidungen mit sich bringt. Der Höhepunkt dieser Gebetstage
war der Samstag mit der Auferstehungsnachtwache und der Erneuerung
der Taufgelübde. Wir wiederholen einige wichtige Punkte dieses
"Weges".
1. Welcher Typos eines Christen sind wir? &endash; Was geschieht in
uns? Sind wir fähig, die Dunkelheiten unseres Innern
aufzuspüren? Schauen wir uns einige an.
Wenn wir uns gedrückt und niedergeschlagen fühlen, dann
sind wir noch in der Finsternis und haben das Christentum wie eine
Ideologie angenommen. Sind die Religion und der Glaube für uns
Quellen der Angst? Wenn unsere Beziehung zu Gott so ist, dann sind
wir noch in der Finsternis. Wenn wir den Glauben lediglich als
einfaches Trostmittel betrachten, ist unser Glaube noch infantil,
unterentwickelt, denn der Glaube ist die Quelle des Lebens und nicht
der Tröstungen. Ein anderer Aspekt ist noch die Sklaverei der
Andachten, wenn diese uns nicht verändern sondern
erdrücken.
2. Ein Jubiläum, um ins Licht zu kommen &endash; Wenn unsere
Spiritualität nicht in die Heilige Dreifaltigkeit eingebunden
ist, bleibt sie verwirrend und individualistisch. Sie ist der
wichtigste Punkt unserer inneren Dynamik. Nur so können wir zu
unserer vollen Identität kommen: Kinder Gottvaters zu werden und
einzutreten in die Fülle des Lichts.
Die Zeit der Vorbereitung auf das Jubiläum ist ein grosses
Pfingstfest um eintreten zu können in die Taufe des Heiligen
Geistes. Der Schlüssel dafür ist das Kreuz. Wisst ihr,
warum viele Christen depressiv und schwach sind? Weil sie das Kreuz
Jesu Christi nicht angenommen haben. In ihm haben wir die Gnade,
unser Kreuz anzunehmen und zu tragen. Aber weil wir sie ablehnen,
werden wir immer schwächer. Und doch ist jede Prüfung eine
Hilfe zu unserer Reinigung und zur Rettung anderer. Ihr wisst nicht,
wieviel andere gelitten haben, damit ihr heute glauben könnt.
Ihr seid euch nicht bewusst, wie gross die von Jesus Christus euch
anvertraute Aufgabe ist!
3. Dem Vater begegnen &endash; Der Vater wird gefürchtet, weil
wir ihn nicht kennen. Und weil wir ihn nicht kennen, fürchten
wir ihn. Von der Vernunft her kann man vom Vater nicht reden, denn Er
ist Quelle und Born aller Dinge. Der Vater selbst liebt euch, weil
ihr mich liebt und weil ihr geglaubt habt, dass ich von Gott
ausgegangen bin ... (Joh 16,27). Jesus spricht zu uns offen vom
Vater, ohne Bilder, ohne Begriffe. Unsere Seele hat die
Fähigkeit, diese Sprache im Heiligen Geist zu verstehen. Jesus
hat uns eingeführt im Heiligen Geist das Antlitz des Vaters zu
schauen, der uns liebt. Hier beginnt die Zwiesprache zwischen uns und
dem Vater. Hier findet der Mensch seine Identität als Kind
Gottes.
Unser Erdenweg zielt wirklich darauf ab, uns zur vollen
Kreativität zu führen im Sinne der Teilnahme an der
Schöpferkraft des Vaters als seine Kinder, aber auch der
Teilnahme an der Auferstehung Christi. Gottvater, dem wir uns
schenken, ist nicht eine passive Wirklichkeit: Er ist der
Allmächtige, der Verständige, der Schöpfer aller
Dinge. Er wirkt in uns, ist eifersüchtig auf uns im guten Sinn,
denkt Tag und Nacht an uns. In dieser Offenheit verändert Er
uns, verwandelt Er uns von innen heraus.
4. Welche Haltungen hindern uns also an dieser Begegnung? &endash;
Die erste ist das Besitzen. Schemen, Ideen, eigene Sichtweisen,
wirken wie Samen, die nicht aufgehen wollen. Solch eine Haltung hat
viele Konsequenzen: sie führt zur geistlichen Passivität.
Man sagt: "Ich kann nicht, ich weiss nicht". Sie führt uns zur
Unentschiedenheit. Wie ist das mit der Schöpferkraft des Vaters
vereinbar?
Welche Gründe verstecken sich hinter dieser Wirklichkeit? Ihr
wollt eure Sünden, eure Verletzungen besitzen, ihr wollt sie
hüten. Es gibt noch eine andere Haltung, jene der Rebellion. Der
Mensch mit der Stirn zum Bösen wird unsicher, will das Böse
beherrschen, lässt in sich eine immer grössere
Negativität wachsen, wie um das aufbrechende Böse zu
besiegen, niederschlagen zu wollen. Doch wer so handelt, erhebt sich
zum Richter, anstatt sich dem verzeihenden und heilenden Gott zu
ergeben. Schliesslich zerstört man sich selbst und die
andern.
Auch unsere allerkleinste Verschlossenheit führt hiezu. Es ist
die Arbeit der Dämonen, unsere Verschlossenheiten zu
überspitzen, um uns vom Vater zu trennen und in uns die
Agressivität, den Hass, die Finsternis wachsen zu lassen... Im
Gegensatz dazu ist die Begegnung mit dem Vater Heilung,
Versöhnung. Deshalb ist der einzige Weg, um aus dieser
Finsternis herauszukommen, die Beichte. All dies ist mühsam,
weil wir "verliebt" sind in die Finsternis. Doch haben wir einmal die
Liebe des Vaters erfahren, werden wir neugeboren, blühen
auf...
5. Leben mit dem Vater ... &endash; Zwei Schritte um in diesen Bezug
mit dem Vater durch den Sohn im Heiligen Geist einzutreten. Ein
erster Schritt ist, sich dem Heiligen Geist bedingungslos zu
öffnen.
Das heisst, alle Privilegien aufgeben: unsere Glaubensetikette,
unsere Erkenntnis. Aber ebenfalls alle Schranken aufheben, die
Ablehnungen, die Erbärmlichkeiten, die wir vor uns aufrichten.
Sich auf jungfräuliche Art öffnen, frei wie Maria. Der
zweite Schritt besteht darin, unsern Willen Gott zu schenken. Ich
sage euch, geht nicht darauf aus, euch selbst zu analysieren;
für eure Vorzüge und eure Fehler werdet ihr tausend
Ausreden finden. Verschenkt euren Willen.
Die Haltung Marias vor dem Engel war jene der Unterscheidung, ob das
von ihm gesagte Gottes Wille war oder nicht. Als sie verstanden
hatte, schenkte sie sich hin ... So fügen wir uns ein in die
Dynamik der Trinität: Jesus überlässt seinen Platz dem
Heiligen Geist. Er zieht sich zurück und der Geist verherrlicht
und offenbart ihn. Die Heilige Dreifaltigkeit ist das Gegenteil des
Egoismus: die göttlichen Personen fördern und verherrlichen
einander. Jetzt verstehen wir, wie wir uns zu benehmen haben.
6. ... und durch den Vater: seid ihr gesandt! &endash; Viele
Jugendliche bleiben skeptisch, weil ihnen eine klare Orientierung zum
Christsein fehlt. Nun seid ihr gesandt: die Welt kennt den Vater
nicht, geht und verkündet Ihn in diesem Jahr. Ihr müsst
niemanden bekehren, aber verschliesst euch nicht in Angst und
Schüchternheit. Ihr könnt euch nicht verwirklichen, wenn
diese Sendung in euch kein Feuer entfacht. Nur mit eurer ganzen,
bedingungslosen Hingabe an den Vater besiegt ihr die Finsternis! Ihr
könnt die Jungen nicht überzeugen, das ist wahr, ihr
könnt in ihnen dieses Feuer anstecken, das in euch brennt. Nehmt
diese Sendung an!
Nicola
Ihr Gebetsleben stützte sich auf zwei Pfeiler: die hl. Messe
und die Anbetung vor dem Allerheiligsten. Sie schreibt: " Die
Substanzen, die zur Entwicklung des menschlichen Organismus dienen,
werden in ihn verwandelt. Und wenn die Menschen mit Glauben das
eucharistische Brot empfangen, werden auch sie verwandelt, Christo in
einer lebendigen Einigung einverleibt und erfüllt von
göttlichem Leben.
Das Wort ist Fleisch geworden, um das Leben zu schenken, das Er
besitzt und sich selbst hinzugeben und die durch seine Hingabe
losgekaufte Schöpfung zum Lobopfer des Schöpfers." In
dieser Absicht sagte sie: "Wir müssen in uns einen
eucharistischen Freiraum schaffen. Das ist gewiss das sicherste
Mittel, um dauernd mit Gott vereint zu sein und uns täglich
stärker und tiefer in den mystischen Leib Jesu versenken zu
können.
Es ist notwendig in unserem Leben Freiraum für den
eucharistischen Heiland zu schaffen, damit Er unser Leben in sein
Leben umgestalten kann. Ist das vielleicht zu viel verlangt? Man hat
Zeit, über alle möglichen unnützen Dinge zu reden,
über Bücher, Zeitschriften und Zeitungen, herum zu laufen
und in den Cafés zu sitzen, um Viertel- und Halbstunden zu
vergeuden beim Strassenklatsch. Alles Zerstreuungen, die nach und
nach Zeit und Kraft rauben.
Ist es denn wirklich nicht möglich, am Morgen eine Stunde zu
reservieren, in der man sich nicht zerstreut sondern sammelt, in der
man sich nicht verliert sondern Kraft gewinnt, um dem ganzen Tag die
Stirn zu bieten.">
> Und sie fährt fort: "Natürlich genügt für so
ein wertvolles Ziel eine Stunde allein nicht. Man muss zwischen der
einen und der andern Stunde so in Sammlung leben, dass es leicht
wird, sich wieder zu finden. Dann ist es nicht mehr möglich,
sich auch nur kurze Zeit ,gehen zu lassen'. Mit unserm Herrn gewinnt
man ein immer köstlicheres Feingefühl für das, was Ihm
gefällt oder missfällt.
Die Gegenwart der Gottheit Christi, genährt vom Gebet, wird
Quelle einer neuen geistlichen und menschlichen
Sensibilität.
Eine ihrer Schülerinnen schreibt: Sie blieb Stunde um Stunde vor
dem Tabernakel", ganz versunken in Gott. Ihre Art zu beten
rührte mehr an die Seelen als die schönsten Gespräche
...". Eine junge Professorin erinnert sich: "Allein ihre Gegenwart
war eine Einladung zur Askese, ... sie riss uns mit in die Nachfolge
ohne viel Worte, einzig mit dem Strahlen ihres reinen, edlen und
hingabevollen Herzens". Ihre früheren Schülerinnen
bezeugen: "Sie sprach zu uns durchaus nicht von Religion, doch wir
spürten deutlich, dass sie ihren eigenen Glauben lebte. Wenn wir
sie in der Kapelle sahen, schien es uns, wir würden uns der
Gegenwart des Geheimnisses Gottes in einer Seele nähern".
Für den geringsten Dienst zeigte sie eine
überströmende Dankbarkeit ... Sie war aber auch zu
jedwelcher Stunde bereit, uns gleich zu empfangen und ihre
philosophischen, sehr anspruchsvollen Arbeiten zu unterbrechen ...
Langsam im Urteilen hatte sie eine grosse Geduld, uns kennen zu
lernen, um über allen äusseren Schein hinaus zu
gelangen."
Eine Freundin, die mit ihr zusammen die Liturgie der Karwoche
feierte, erzählt, wie Edith am Karfreitag den ganzen Tag in der
Kirche verbrachte, von vier Uhr früh bis in die Nacht, ohne auch
nur etwas Speise anzurühren. Wer sie frug, wie sie solch
strenges Fasten ertragen könne, dem antwortete Edith
lächelnd: "Meine alte Mutter hält noch mit ihren jetzt 84
Jahren 24 Stunden Fasten durch. Wie könnte ich am Todestag des
Herrn das nicht auf mich nehmen?"
Ihr Gebet ist nicht ein egoistisches Sich-Genügen, sondern ein
Energiequell für die Erfüllung ihrer eigenen Pflicht, die
Welt zu Gott zu führen. Wenn deshalb "in sich einkehren
bedeutet, sich stufenweise Gott zu nähern, ... bringt das auch
eine fortschreitende Aneignung einer immer reinern und vom Ursprung
her wirklicheren Haltung gegenüber der Welt mit sich"... Alles
hängt in erster Linie davon ab, bei jeder Tätigkeit ein
kleinen Ort zu haben, wo man mit Gott verkehren kann, als ob es
nichts anderes gäbe, und das jeden Tag. Alles hängt zuletzt
davon ab, ausschliesslich uns selbst als Werkzeuge und besondere
Kräfte zu betrachten, mit denen man arbeiten muss, als etwas,
dessen wir nicht bedürfen, aber Gott in uns".
"Es ist nicht das menschliche Handeln, das rettet, sondern die
Passion Christi. An ihr teilnehmen zu dürfen, ist mein Sehnen!"
Mit diesen Worten begründete Edith ihren Eintritt in den
Karmel.
Im Lager von Auschwitz bestätigen Augenzeugen, dass Edith einem
Engel der Liebe und der Güte glich. An ihrer Seite atmete man
das Übernatürliche. In der Hölle des
Konzentrationslagers lebte, redete, betete sie ganz verwandelt in
ihren Christus. In einem Gespräch sagte sie zu mir: "Die Welt
ist aus lauter Gegensätzen gemacht. Aber am Ende werden diese
Gegensätze nicht mehr sein, bleiben wird nur die Liebe; wie
könnte es anders sein?"
Das Kreuz triumphierte in ihr, wie es in Christus triumphierte. "Das
Kreuz ist nicht Ziel seiner selbst... Es ist das Triumphzeichen, mit
dem Er , - Christus -, an die Himmeltür klopft und sie
aufreisst. Nun brechen die Fluten des göttlichen Lichts hervor
und überschwemmen all jene, die hinter dem Gekreuzigten
einhergehen" (Wissenschaft des Kreuzes). "Viele unsrer Zeitgenossen
möchten das Kreuz zum Schweigen bringen. Aber nichts ist
beredter als ein zum Schweigen gebrachtes Kreuz! Die wahre Botschaft
des Leids ist eine Lektion der Liebe. Die Liebe macht Leid fruchtbar
und das Leid vertieft die Liebe".
Alessandro
Die Jugendlichen legen das
Keuschheitsgelübde auf ein Jahr ab
Am vergangenen 6. und 7. Februar 1999 kam P. Daniel-Ange zu
einer Vortragsreihe ins P. Thalguter-Haus nach Algund-Meran. Das
Interesse und die Erwartungen waren sehr groß und sie sind voll
in Erfüllung gegangen. 1.000 Personen, ca. die Hälfte
Jugendliche, die auch von auswärts herbeigeströmt waren,
konnten ein wahres Fest für die Seele und viel Hilfe in allen
Bereichen, die die Jugendlichen von heute besonders betreffen,
erfahren.
Die Vorträge waren simultan vom Französischen ins Deutsche
und Italienische übersetzt worden. Wer D. Ange kennt,
weiß, daß er die Dinge sehr praktisch sieht und das Ziel
direkt angeht, und das hat die Anwesenden beeindruckt. Die Thesen
wurden von unzähligen Erfahrungen D. Anges in allen Teilen der
Erde untermauert. Ergreifend war für die anwesenden Erwachsenen
die Szene, als der Großteil der Jugendlichen sich um den Altar
scharte und das Keuschheitsversprechen für ein Jahr ablegte.
Jedem Einzelnen legten die anwesenden Priester die Hände
auf.
Die Jugend ist auf der Suche nach der Wahrheit und nicht nach einer
Welt bar innerer Werte, oder der vielen materiellen Werte, was auch
abschließend von einer Sprecherin verkündet wurde. Allein
der Glaube, umfassend und vollständig praktiziert, kann dieses
Ziel vermitteln und die Jugendlichen vor dem Blendwerk und den
Gefahren dieser Zeit bewahren. Wir werden in der kommenden Ausgabe
näher auf dieses Treffen zurückkommen.
Hermann
Das Fest der Barmherzigkeit wird im Jahr des Vaters am Weissen Sonntag, den 11. April mit Beginn um 09.30 Uhr auf dem Petersplatz feierlich begangen. Der Heilige Vater wird die Gäste begrüssen. Jede Gruppe, die daran teilnehmen will, möge sich selber organisieren. Ab dem 15. März sind Billete erhältlich bei der Kirche S. Spirito in Sassia, Tel. 0039-6-6879310, Fax 0039-6-68.33.445.
Zeichen des Segens &endash; Aus Kolumbien schreibt uns P. Querubin: "Von jeder Ausgabe des spanischen ECO reproduzieren wir 10.000 Kopien und übergeben sie in Paketen an 80 Verteiler, wobei viele noch leer ausgehen". Mit Mexiko und Ecuador sind es circa 20.000 Kopien, die in Lateinamerika zusätzlich hergestellt und verteilt werden.
Täglicher Bus nach Medjugorje ab Triest (beim Bahnhof FFSS) um 18.00 Uhr, Ankunft in Medjugorje 08.00 des folgenden Tages. Rückfahrt 18.00 Uhr ab Medjugorje (bei der Post) mit Ankunft in Triest um 08.00 (Tel. 0039-040-42.5001; Lit. 102.000 mit Voranmeldung).
Das Echo Mariens findet sich in den Hauptsprachen in Medjugorje in den Läden Miriam und Shalom rechts vor der Kirche und auch bei Ain Karim, dem letzten Geschäft in der Galerie unter dem Hotel International.
Das Echo Mariens ist kostenlos, es lebt von Spenden.
* Deutschland: K/K 85738 Sparkasse Paderborn (BLZ 47250101);
* Österreich: Postcheckkonto 93.001.968, Margarete Heindler,
A-4400
* Schweiz:PC 40-7567-1,Raiffeisenbank,4116 Metzerlen,
Ko.121151.37
Echo in Internet: http://www.eclipse.it/medjugorje
E-mail Adresse: ecodimaria@mclink.it
Wir danken den Freunden, die uns durch ihre Mitarbeit und ihre
Spenden unterstützen. Maria wird es ihnen lohnen, denn das Echo
ist ihr Werk. Wie immer gibt der Unterzeichnende allen seinen Segen.
Dieses Mal erbittet er ihn auch von euch für seinen
Gesundheitszustand, der in Gottes Hand liegt, und auch für die
neuen Mitarbeiter in Redaktion und Sekretariat.
Auf alle komme der österliche Frieden Jesu!
Villanova M., 28. Februar 1999